Cairns and the Great Barrier Reef

In Cairns angekommen wurden wir von viel Sonne und einer etwas drückenden Hitze begrüßt. Nachdem wir unser Zimmer im wirklich gemütlichen Globetrotter Hostel bezogen hatten, stand der Abschied von unserem Heim der letzten 12 Tage, unserem Campervan an, was sich angesichts des unglaublich gemütlichen Doppelbettes im Hostel als gar nicht so schwer erwies. Der Rückmarsch von der Autovermietung war dann der schwerere Part. Bei 34 Grad und einer Luftfeuchtigkeit wie in einem türkischen Dampfbad können 5 Kilometer doch ganz schön lang werden. Völlig erschöpft und ausgetrocknet haben wir den restlichen Tag im Hostel gechillt. Abends haben wir dann noch den angepriesenen Nightmarkets einen Besuch abgestattet. Unseren hohen Erwartungen wurde aber schnell ein Dämpfer verpasst. Die riesige Markthalle ist vollgestopft mit asiatischem Ramsch und Souvenirläden  Hier und da haben wir dann doch noch etwas authentischere Stände gefunden, wie z.B. einen aboriginal Art Stand der ECHTE Aboriginal Kunst im Angebot hatte (das ist echt eine Seltenheit), einen Opalverkäufer der noch selbst geschürft hat und einen Hutverkauf, der die gemütlichsten Lederhüte hatte die ich je getragen habe (leider etwas außerhalb meines Budgets, ansonsten würde ich jetzt im Crocodile Dundee Style rum laufen). Die leichte Enttäuschung haben wir dann erstmal mit einem kühlen Bier heruntergespült.
Den darauf folgenden Tag haben wir dann noch einmal zum Kräfte sammeln verwendet bevor es am nächsten Morgen um 8 Uhr morgens zur Tauchschule ging und Milenas open water Kurs und mein Refresher Kurs anfingen. Die nächsten zwei Tage bestanden dann aus schnöder Tauchtheorie und Tauchgängen im Pool (und ich musste feststellen wie viel man in 10 Jahren vergessen kann ). Nach Milenas bestandener Theorie ‘Prüfung’ und der Auswahl der Tauchausrüstung für die nächsten Tage ging es dann früh ins Bett.

3 day outer reef dive trip

Pünktlich um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker um uns rechtzeitig für den 3 Tages Trip in das Reef aus den Federn zu holen. Im Klartext heißt das: drei gigantische Tage auf einem Tauchboot in mitten des wunderschönen Great Barrier Reefs, 11 hammer Tauchgänge, davon zwei bei Nacht und so viel wunderschöne Eindrücke von diesem leider langsam sterbenden Naturparadies, dass man sie gar nicht in Worte fassen kann. Aber eins nach dem anderen.

Um 6 Uhr morgens wurden wir von unserem Bus abgeholt und nach erfolgreichem Check-In in der Tauchschule an den Hafen gefahren, wo die Prodive III (das Tauchboot) bereits auf uns wartete. Nach einem kleinen Frühstück, einem kurzen Sicherheitsbreefing und der Zuteilung der Kajüten konnten wir uns erst einmal in der selbigen etwas einrichten, während die Fahrt in Richtung Reef bereits voll im Gange war. Bei der sehr schaukeligen Überfahrt haben dann auch gleich mal ein paar der insgesamt 30 Passagiere die Fische gefüttert … verdammte Landratten ;D . In einem weiteren Breefing wurde uns dann noch einmal der Ablauf der folgenden Tage geschildert. Kurzgefasst: Tauchen, Essen, Tauchen, Essen,Tauchen, Essen, Tauchen, Essen, Schlafen, Repeat …
Nach drei Stunden Fahrt waren wir an unserem ersten Tauchspot, dem Millin Reef, angekommen und es ging auch sofort los. Da Milena noch ihre vier Tauchgänge für den Tauchschein absolvieren musste, bevor sie ohne Tauchlehrer auf das Reef losgelassen werden konnte, habe ich mich für die ersten Tauchgänge mit Thomas, einem lockeren Österreicher, zusammen getan. Für den ersten Tauchgang wurde auch noch ein Guide angeboten, den ich auch gleich mal in Anspruch genommen habe. Und los ging es zu meinem ersten Open water Tauchgang seit 10 Jahren, und das im Great Barrier Reef :D . Es war einfach ein hammer Gefühl und man weiß gar nicht wo man hinschauen soll bei so vielen Fischen, Korallen, Quallen … und und und und und.
Nach dem Auftauchen hieß es: raus aus der Montur, rein in trockene Klamotten und Lunch mampfen. Das Essen war verdammt gut, wenn man bedenkt dass die hier so gut wie keine Küche haben. Nach dem Essen gab es eine kleine Verschnaufpause, bevor dann gleich wieder zum nächsten Tauchbreefing geblasen wurde. Ihr seht, die haben das mit dem Ablauf ernst gemeint. Aber nach dem ersten Tauchgang konnte ich es gar nicht erwarten wieder in das 29 Grad warme Wasser zu springen und die Welt da unten auf eigene Faust zu entdecken.
So ging es dann noch ein weiteres Mal und ich habe allein am ersten Tag zwei Schildkröten, einen white tip reef shark, Clownfische (die echten und nicht die Nachahmer von denen es einige hier gibt) und Unmengen an anderen Fischen und Korallen in allen möglichen Farben und Formen gesehen.

Aber das Highlight des Tages war eindeutig der Nachttauchgang. Das Gefühl, nur mit einer Taschenlampe durch das sonst pechschwarze Meer zu tauchen ist zugleich beängstigend als auch einfach nur gigantisch. Da das Boot gut ausgeleuchtet war, war auch das Zurückkommen kein Problem. Außerdem wurden graue Riffhaie angelockt, die das Boot auf der Suche nach Fischen umkreisten. Eine sehr geniale Erfahrung mit Haien zu tauchen. Kann ich nur jedem empfehlen.

Am nächsten Tag wurden wir früh geweckt und es ging ohne Frühstück gleich ins Wasser. Inzwischen waren wir weiter gefahren und nun am Flynn Reef an einem Tauchspot namens ‘Tennis Court’. Und was soll ich sagen, hier war der Wurm drinne. Wir hatten hier zwei Tauchgänge. Beide waren wieder wunderschön doch beide Male haben wir die Navigation versaut. Das erste Mal sind wir mit noch 40 Bar in der Flasche ca. 500 Meter vom Boot in völlig falscher Richtung aufgetaucht. Also hieß es zurückschnorcheln. Beim zweiten Mal sind wir zwar bei einem Boot aufgetaucht, mussten dann aber feststellen, dass es nicht unseres war :D . Also nochmal schnorcheln. Ich war dann ganz froh als es hieß, dass wir für den nächsten Tauchgang an einen anderen Spot gehen.
Mit dem letzten Tauchgang hatte Milena auch ihren Tauchschein fertig und somit war der dritte Tauchgang des Tages ihr erster ohne Instructor. Hierfür haben wir uns auch gleich eine Unterwasserkamera gemietet. Die meisten Bilder, die ihr unten seht, sind von diesem Tauchgang. Gegen Ende hatten wir sogar noch das Glück, dass sich zwei Schildkröten vor unserer Kamera in Pose geworfen haben. Einfach wunderschön diese Tiere.
Abends stand dann der zweite Nachttauchgang an. Erklärtes Ziel von so ziemlich jedem Teilnehmer war es den Schlafplatz von einer riesigen, 150 Jahre alten, hier lebenden Schildkröte namens Brian zu finden. Thomas und ich waren recht zügig im Wasser (Milena musste diesen Tauchgang noch geführt machen) und waren einige der ersten die an dem besagten Ort waren. Und als ob es nicht genug wäre ein so riesiges und majestätisches Tier zu sehen, gab es neben dran gleich noch einen zweiten Riesenoschi. Zurück ging es ohne Lampe um die Haie nicht zu verscheuchen und auch hier hatten wir Glück und drei Prachtexemplare sind verdammt nah an uns herangeschwommen. Gigantisch! So konnte ich dann gut einschlafen.

Am nächsten Tag standen noch drei weitere Tauchgänge in sehr kurzer Zeit an. Einer besser als der andere und es gab wieder viel zu sehen: Eine Schule von schlafenden Papageifischen, eine ‘Putzstation’, einen Sepia, Trompetenfische, Kugelfische………… ich denke ihr bekommt ein Bild davon ;)
Nach dem letzten Tauchgang hieß es dann: zusammenpacken und zurück zum Hafen. -schade … ich hätte noch Tage hier draußen verbringen können.
Nach weiteren drei Stunden Fahrt sagten wir Good Bye zur Prodive III und Hello zur schwülen Landluft die einen erst einmal aus den Latschen haut.

Barefoot Tour to the Tablelands

Das Klima und die Anstrengungen der letzten Tage haben unsere Motivation für ausschweifende Aktivitäten dann in der letzten Woche etwas zurückgeschraubt und wir haben die meiste Zeit damit verbracht unsere Wunden zu lecken und Kräfte zu sammeln. Aber man kann auch nicht eine ganze Woche einfach nichts tun. Also haben wir uns eine Tour in die Tablelands gebucht. ( Ursprünglich wollten wir in den Daintree, aber das hätte leider mal wieder unser Budget gesprengt … man muss eben Kompromisse machen )
Um 8 Uhr morgens wurden wir dann auch von unserem barfüßigen Tourleiter Cpt. Matty am Hostel abgeholt und erstmal mit einem kräftigen Hug begrüßt. Uns haben schon mehrere Leute gesagt, dass der Kerl ‘Completly Nuts’ ist und langsam bekamen wir ein Gefühl dafür. Nachdem wir als ‘The Germans’ vorgestellt, und die restlichen Teilnehmer abgeholt waren, ging es dann in Richtung Tablelands, begleitet von den total irren aber auch echt informativen Kommentaren von Cpt. Matty (der Kerl hat es wirklich drauf). Nach einer Stunde Fahrt und einer kleinen Vorstellungsrunde bei der die wichtigsten Details wie Name, Herkunft, Familienstand und die Frage ob man sein Klopapier faltet oder knäult geklärt wurden, waren wir auch schon an unserem ersten Stop. Uns begrüßte ein glasklarer Bergsee der zum schwimmen einlud. Und genau das haben wir dann auch gemacht. Das eiskalte Wasser hat die restliche Müdigkeit weggespült wie nichts.
Nach dem morgendlichen Schwimmen gabs noch ein fruchtiges Frühstück, bevor es anschließend auch schon weiterging. Die Tour führte an mehreren Lookouts mit gigantischen Ausblicken auf die Tablelands und verschiedenen Wasserfällen vorbei, bei denen überall eine kleine Schwimmeinlage angesagt war. Lunch gab es in einem kleinen lokalen Pub bei den Millaa Millaa Falls.
Wohl der Höhepunkt der Tour war der letzte Wasserfall, bei dem man nach einem kurzen Bushwalk an einer natürlichen Wasserrutsche ankam. Ein heiden Spaß war das. Besser als jeder Wasserpark. Nach einem absolut gigantischen Tag und einem kleinen Afternoon Tea mit Timtams, Cakes and Coffee, trat der mit müden Gestalten vollgepackte Bus dann die Heimreise an.
Das waren also unsere Tage in Cairns. Der Flug nach Melbourne ging am Freitag und wir haben den letzten Tag noch einmal als Ruhetag deklariert.

Derzeit sind wir in Sydney und in zwei Tagen geht es bereits zurück nach Deutschland :( . Dazwischen waren wir noch in Melbourne und haben einen kleinen Roadtrip die Great Ocean Road entlang und durch die Grampiens unternommen. Über diese gigantischen Erlebnisse werde ich aber noch einen separaten Beitrag und Bilder online stellen, wenn ich schon wieder im kalten Deutschland bin. Die letzten Tage in Down Under möchte ich noch genießen und nicht mit Schreiben verbringen. ( auf meiner 32 stündigen Heimreise werde ich genug Zeit dafür haben XD )

Ich sage hier schon mal Good Bye good old Australia. Es war einfach eine gigantische und wundervolle Zeit. Ich habe so viel gesehen, erlebt und kennen gelernt. Wenn ich die Möglichkeit habe, werde ich dir auf jeden Fall noch einmal einen Besuch abstatten.

Cheers
Steffen

P.S.
Falls noch jemand hier herkommt, hier noch ein paar Links:
Super sauberes und günstiges Hostel :
www.globetrottersinternational.com.au
Mit den Leuten haben wir die Tauchtour gemacht. (Danke Amrei für den Tip. War jeden Cent wert):
www.prodivecairns.com
Die Tablelands Tour:
www.barefoottours.com.au

The Roadtrip

­­­Uuuuund weiter gehts. Nach ein paar ereignisreichen Wochen und hammer Erlebnissen komme ich endlich dazu die letzten Wochen auf Achse zu rekapitulieren. Inzwischen sind wr schon in Melbourne angekommen, aber eins nach dem anderen. Wie schon gesagt ging es am 1. Februar on the road mit einem kleinen Campervan up to Cairns. Wir haben uns extra etwas Zeit für die Strecke gelassen ( Brisbane – Cairns sind 1699 km wenn man nur auf dem Highway fährt, und ja bei der Auffahrt in Brisbane steht ein Schild für Cairns XD )

Bribie, Glasshouse Mountains and Noosa

Da ich im letzten halben Jahr nicht dazu gekommen bin, weiter in Richtung Norden vorzudringen (Bribie Island war das Weiteste) haben wir uns entschlossen die ersten Etappen etwas kürzer zu halten. Also ging es Freitag Mittag los in Richtung Bribie Island. Leider haben wir die Brisbaner rush-hour vergessen und sind somit erst zur Dämmerung auf der Insel angekommen. Weil der Campingplatz schon zu war, schlugen wir nach einem nächtlichen Strandspaziergang unser Nachtlager auf dem Parkplatz davor auf (für was hat man denn einen Campervan).

Nach einer sehr sandigen Nacht und noch nicht so ganz in Urlaubsfeeling, waren wir schon drauf und dran die Insel wieder zu verlassen, als wir uns klar wurde, dass wir alle Zeit der Welt haben. Also U-Turn und zurück zum Strand und die Sonne und das Meer genießen. Jetzt stellte sich dann auch das Urlaubsfeeling ein.
Nachdem wir genug Morgensonne getankt und die öffentlichen Strandduschen den Sand aus allen Ritzen gespült hatten, wurde wieder aufgesattelt. Neuses Ziel: Australia Zoo. Nach einer relativ kurzen Fahrt von ca. 1 1/2 Stunden waren wir dann auch schon da. Bevor es zu den Tieren ging, wurden zunächst unsere Mägen mit einem Vesper besänftigt. Als wir am Eingang jedoch feststellten, dass der Eintritt unser geplantes Budget etwas überstieg, blieb es bei dem Bild vor dem Eingangsschild. Stattdessen haben wir den Tag dann in den beeindruckenden Glasshouse Mountains mit verschiedenen kleinen Wanderungen verbracht. Die durch vulkanische Aktivität entstandenen Berge scheinen aus der sonst flachen Ebene herauszuwachsen. Alles in allem also noch ein sehr schöner Tag gewesen. Gegen Abend sind wir für die Schlafplatzsuche und auf der Flucht vor den Mosquitos wieder in Richtung Meer gefahren, nur um dann feststellen zu müssen was der Massentourismus mit kleinen Städten macht (nichts Positives). Am Ende haben wir dann doch noch ein ruhiges Plätzchen am Ende einer Uferstraße gefunden und ich konnte mich endlich hinlegen, um meinen Sonnenstich loszuwerden.

Nach einem kurzen Frühstück ging es am nächsten Tag direkt nach Noosa, was als das Nizza Australiens gehandelt wird. Wir sind aber weniger wegen der Stadt (welche vollgetopft mit Touries und Surfern war) als mehr wegen des Noosa Heads Nationalparks dort hingegangen. Zuvor hatten wir einen kurzen Stop bei einem Farmersmarket eingelegt und ich habe mein erstes richtig gutes Brot in Australien gegessen :D . Besagtes Brot diente dann auch als Grundlage für das folgende Frühstück am Noosa Lookout, von dem aus man eine gigantische Sicht auf die Bucht hatte.
Bei unserer anschließenden Suche nach einem Parkplatz am Nationalpark hat uns unser Glück verlassen und wir sind erst einmal auf unseren ersten Campingplatz auf diesem Trip gefahren (ein bisschen Zivilisation muss manchmal schon sein, außerdem musste die Batterie von unserem Kühlschrank aufgeladen werden) und haben einen Chill-out day am Pool eingelegt.
Da wir aus unseren Fehlern lernen, sind wir am nächsten Tag schon morgens zum Nationalpark gefahren, nur um festzustellen, dass wir nicht die einzigen Menschen sind, die aus ihren Fehlern lernen. Also wurde eben doch ein Parkplatz in der Stadt genommen und den Boardwalk zu dem Park hochgelaufen, was sich als sehr schöne Alternative herausgestellt hat.
Der Wanderweg, den wir genommen haben, führte dann an einer wunderschönen Felsküste entlang, die immer wieder von Sandstränden unterbrochen wurde, an denen sich dutzende Surfer tummelten und auf gute Wellen warteten. Die Klippen am “Hells Gate” und der enorme Wind, der dort durchpfeift und einem das Gefühl gibt, gleich von den Klippen gefegt zu werden, waren atemberaubend. Über der Brandung haben Seeadler ihre Kreise gezogen und man hatte eine hammer Aussicht auf die Bucht. Nach einem kurzen Aufenthalt am Strand in der Bucht, haben wir dann auch schon den Rückweg angetreten und sind nach 6 km in der Sonne vollkommen ausgetrocknet am Van angekommen. (Merke: Die Wasserkalkulation für eine Wanderung in diesen Breiten sollte immer geschätzter Konsum plus mindestens 20 Prozent betragen XD )
Da es schon gegen Abend ging, haben wir uns dann auch gleich wieder auf den Weg gemacht, um unseren Schlafplatz, einen Parkplatz direkt am Rainbowbeach, zu erreichen.

Rainbowbeach, Maryborough and Rockhampton

Vom Sonnenschein geweckt, stand ein weiterer Strandspaziergang am wunderschönen Rainbowbeach an ( so lässt’s sich leben: nahezu jeden Tag mit einem Strandspaziergang zu starten ). Rainbowbeach ist nicht unbedingt ein typischer Badestrand, aber das Farbenspiel von braunem und schwarzem Sand, dem braun-rot-blauen Wasser und den rot schimmernden Sandsteinklippen ist gigantisch. Weiterhin findet man hier den Carlo Sandblow, was eine riesige 120 Meter hohe Sandeinwehung an der Küste ist. Ähnlich wie die Düne auf Moreton Island wird hier der Wald von einem großen Sandfeld unterbrochen. Nur hat man hier noch einen gigantischen Ausblick auf die Klippen und den Strand.
Nach einem deftigen Frühstück mit Pies von einer lokalen Bäckerei (die Dinger waren sau gut) haben wir uns dann Richtung Airlie Beach, dem Ausgangspunkt für unsere bereits gebuchte Whitsundays Tour, aufgemacht. Auf dem Weg dorthin sind wir zunächst an Maryborough, der Geburtsstadt von P.L. Travers, der Autorin von Mary Poppins, vorbei gekommen. Die Stadt diente als Vorbild für die Geschichte, was man auch an vielen Häuserfassaden zu sehen bekam. Je weiter wir in die Nähe von Bundaberg kamen, desto mehr wurden die Ausmaße der Flut in der Woche zuvor sichtbar. Ganze Straßenzüge in Städten waren gesperrt und viele Gegenden waren mehr braun als grün. Bundaberg selber haben wir dann auch lieber gemieden und sind direkt in Richtung Rockhampton weiter gefahren. Nach einer Nacht in der furchtbaren Stadt Gladstone (wirklich … geht da nicht hin ), konnte man Rockhampton schon nach einigen Kilometern riechen. Die Stadt gilt als die Hochburg der Rinderzucht, und dementsprechend stinkt es dort. Durch die Flut wurden zusätzlich hunderte von Stallungen ausgespült, was den Gestank, je näher man kam, exponentiell in die Höhe steigen ließ. Dank einer sehr netten und hilfsbereiten Dame in der Touristeninformation haben wir dann auch erfahren, dass es hier echt viel zu sehen und machen gibt. Aufgrund des Zeitmangels und des üblen Gestanks, haben wir uns dann aber doch nach einem kurzen Frühstück und einem Besuch im kostenlosen Stadtzoo entschieden, nach Airlie Beach weiterzufahren.

Whitsundays

In Airlie Beach sind wir dann auch in der Dämmerung angekommen. Um Geld zu sparen sah unser Plan vor, eine Nacht auf einem Parkplatz zu verbringen und erst die zweite Nacht auf einem teuren Campingplatz unterzukommen. Leider hatten schon Jahre zuvor Hundertschaften von Campervans die gleiche Idee gehabt, wodurch das Overnightcamping auf den Parkplätzen im ganzen Ort verboten und mit nicht gerade kleinen Busgeldern bestraft wurde. Da unser Budget so etwas auf keinen Fall verkraften würde, haben wir uns dann für einen Campingplatz entschieden. Nach einer der geilsten Duschen auf diesem Trip bisher und einer Mütze Schlaf stand am nächsten Tag dann der Raftingtrip in Richtung Whitsundays an. Das Wetter hat leider nicht so ganz mitgespielt, und so wurden wir in strömendem Regen zum Anlegesteg gebracht. Nach Anlegen der Stingersuits (einer Art dünner Schwimmanzüge, die vor Quallen schützen sollen) und einer Tasse Instantkaffee, gings auch schon auf das Bot und mit Topspeed in Richtung Islands. Als erster Stop stand Schnorcheln in einer kleinen Bucht an,in der man schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf das Great Barrier Reef bekam. Wunderschöne Korallen und ein haufen Fische haben sich im 29 Grad warmen Wasser getummelt ( hier hat sich dann auch meine wasserdichte Kamera wieder gelohnt :D ). Nach einer Stunde Plantschen wurde wieder aufgesessen und weiter in Richtung Whitsunday Island, der größten Insel der gesamten Inselgruppe gerast. Dort angekommen ging es zu Fuß 10 Minuten durch den Busch. Ziel war ein Lookout von dem man eine gigantische Sicht auf Whiteheaven Beach, laut National Geographics der dritt schönste Strand der Welt, hatte. Pünktlich dazu riss auch die Wolkendecke auf und der Strand strahlte in leuchtendem Weiß vor uns ( der Sand hier ist auf Grund des enorm hohen Silizium Anteils, über 95 Prozent , einer der weißesten und reinsten der Welt ). Nach einer ausgedehnten Fotosession wurden wir am Ufer von unserem Boot abgeholt. Um dorthin zu gelangen mussten wir jedoch noch ein Feld von ‘Soldier Crabs’ durchqueren. Der ganze Boden war von diesen kleinen Krabben bedeckt, und sobald man das Feld betrat bewegten sich alle Krabben wie eine große Armee von einem weg und vergruben sich im Sand. Ein sehr lustiger Anblick. Der nächste Stop war das südliche Ende von Whiteheaven Beach. Hier gab es einen kleinen Lunch und wir haben die Zeit mit Chillen und einem kleinen Strandspaziergang genossen. Leider hatte es wieder angefangen zu regnen. Aber wie sagen die Menschen hier so schön : ‘We call this liquid sunshine’ und eigentlich war einem bei diesem Strand das Wetter reichlich egal.
Anschließend hieß es auch schon wieder zurück Richtung Heimat. Aber diesmal ging es nicht wie zuvor durch eher ruhige Gewässer, diesmal ging es durch die wie es der Skipper nannte ‘Gods Washing machine’. Hier treffen mehrere Strömungen aufeinander, wodurch man auf sehr hohen Wellen rast. Ein heiden Spaß, vor allem auf den Plätzen an der Bordkannte :D .

Zurück in Airlie Beach haben wir uns erst einmal möglichst schell von unseren durchnässten Klamotten getrennt und sind unter eine warme Dusche gesprungen. Abends gab es dann noch ein kühles Bierchen in einer Backpackerbar um anschließend den Schlaf der Gerechten zu schlafen.

Townsville and Mission Beach

Nach dem check-out am nächsten Tag hieß es ein weiteres Mal: “on the roaaaaad agaaaiin’. Nur noch 4 Tage bis wir in Cairns sein mussten, doch der Plan stand: Zunächst nach Townsville, der zweitgrößsten Stadt von Queensland, danach weiter nach Mission Beach um am letzten Tag noch gemütlich die Gegend bis nach Cairns abklappern zu können. Doch manchmal macht einem etwas Unerwartetes doch einen Strich durch die Rechnung. Die erste Etappe nach Townsville lief noch reibungslos. Wir sind am späten Nachmittag in der Großstadt, die sich mehr wie ein kleines Kaff anfühlt angekommen. Erstes Ziel war Castle Hill den wir, faul wie wir sind, mit unserem Van erklommen haben. (Für den Freitagabendsport in Townsville scheint es üblich zu sein, den Berg hoch und runter zu rennen oder zu laufen. Man hatte zu mindestens das Gefühl, dass die halbe Stadt in Sportsachen einem entgegen gerannt kam.) Nach der gigantische Aussicht, die man von dem Berg aus über die Stadt hat, ging es dann frohen Mutes zurück an die Strandpromenade für ein kleines Dinner am Pazifik und der Suche nach einem Platz für die Nacht. Glücklicherweise war das hier kaum ein Problem und wir konnten direkt einen gemütlichen Nachtspaziergang entlang der Promenade und in die Innenstadt machen, welche mit ein paar schönen Straßenzügen, stylischen Bars und Gebäuden aufwartete.
Der nächste Tag startete dann erst einmal mit einem erfrischenden Bad im Meer und einem Frühstück an der Promenade ( der Vorteil von australischen Städten ist die unermessliche Menge von Picknick Plätzen ). Nach einem weiteren Bad in den Rockpools, ließen wir Townsville hinter uns … auf nach Mission Beach. Bis hierhin lief auch noch alles top. Für die Nacht sind wir an den etwas abgelegeneren und untouristischen South Mission Beach gefahren, wofür wir nach dem Abendessen mit einem wunderschönen Sternenhimmel belohnt wurden. Nach einer erholsamen Nacht und einem Morgenspaziergang am Strand wollten wir dann an den Hauptbeach weiter. Jedoch mussten wir etwas entgeistert feststellen, dass daraus aufgrund von nicht nur einem, nein gleich zwei platten Reifen, wohl ersteinmal nichts mehr wird. Eine halbe Ewigkeit in der Telefonwarteschlange der Autovermietung und ettlichen Centmünzen (in der Pampa gabs kein Netzt ) später, war dann ein Abschleppwagen organisiert, der eine weitere Stunde später auch seiner Pflicht nachkam. Wir wurden vor der nächsten Werkstatt abgeladen. Da Sonntag und die Autowerkstatt geschlossen war, konnten wir uns also auf eine Nacht am Straßenrand 3 Km vor Mission Beach freuen. Aus dem restlichen Tag haben wr dann versucht das Beste zu machen. Die besagten 3km sind wir dann durch eine undurchdringliche Schwüle gelaufen. Man merkte, dass wir langsam aber sicher in den Tropen angekommen waren. Mission Beach selber war im Offpeak Modus: kaum Touristen, ein paradiesischer Strand und nur die größeren Restaurants und Cafes hatten offen. Wir haben es uns dann erst einmal am Strand gemütlich gemacht und den Stress der letzten Stunden von der Seele gechillt. Später am Tag gabs dann noch leckere Fish and Chips (die waren echt der Hammer ) und ein kühles Bierchen. Ganz nach dem Motto: “Das hemma uns verdiieeennt”

Nach dem Rückmarsch gabs dann wohl die moskitoreichste und wärmste Nacht, die wir in diesem Van hatten. Leider kein ganz so guter Abschluss wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber egaaaall … sowas gehört auch zu einem Roadtrip dazu.
Am nächsten Morgen waren wir dann auch gleich die ersten Kunden der Werkstatt und konnten nach einer Stunde mit zwei reparierten Reifen weiter nach Cairns fahren. Die letzten 100Km sind wir auch am Stück durchgefahren in der sehnsüchtigen Erwartung einer Dusche im Hostel :D .

Das war also unser Roadtrip von Brisbane nach Cairns. Alles in allem waren es 12 hammer Tage und ich habe hier bei weitem nicht alles geschrieben (das könnte locker nochmal paar Seiten füllen ;) )
Wie es in Cairns weiter ging und wie es so ist mit Haien in der Nacht zu tauchen erzähl ich dann im nächsten Post (der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt …. Internet ist etwas spärlich momentan ). Nur so als kleine Zwischeninfo: wir sind derzeit in Melbourne und genießen die letzten 3 Wochen. Dazu gibts dann auch noch irgendwann mehr.

Cheers
Steffen und Milena

Last Days in Brisbane

First things first …

At this point, I want to thank all colleagues and friends (and this is by far not mutually exclusive) I had the honour to work with, to live with and to party with. These were six month filled with a lot of experiences, fun and great people.

 

Na da habe ich doch glatt mal wieder den Blog etwas vernachlässigt. Die letzten Wochen ist aber auch einfach zu viel passiert. Aber eins nach dem anderen. Ich werde das ganze auch in zwei Posts aufteilen, da es hier mal wieder nach einem ereignisreichen Tag recht spät geworden ist.

Welcome to Australia

Seit dem 12.01. ist Milena nun auch voll in down under angekommen. Da ich noch ein paar Tage arbeiten musste hat sie dann die meiste Zeit Brisbane auf eigene Faust erkundet und an den Wochenenden gings dann noch zu zwei Ausflügen:
Zunächst nach Byron Bay, das östlichste Fleckchen australischen Festlandes. Wir wurden von knalliger australischer Hitze empfangen und hatten einen wunderschönen walk um das Lighthouse. Danach gings nach einem kühlen ginger beer an den Strand zum Abkühlen und Chillen.
Am nächsten Wochenende ging es dann (mal wieder) in den Springbrook Nationalpark. Diesmal war das Wetter leider nicht so gnädig und es hat wie aus Kübeln geschüttet (später haben wir dann erfahren, dass sowohl an der Goldcoast als auch an der Sunshinecost Stürme gewütet haben – das waren die Überschwämmungen von denen man in Deutschland gehört hat – und wir da dann wohl die Ausläufer voll mitgenommen haben). Vorteil des vielen Wassers: die Wasserfälle waren diesmal prall gefüllt, und wo bei meinen letzten Trips noch Steinfelder waren, waren diesmal reißende Ströme vorzufinden. Das hat natürlich auch anderes Getier angelockt und wir sind alle in Gesellschaft von mehreren Blutegeln an jedem Bein zurück zum Auto gekommen (auf diese Erfahrung hätte ich gut und gerne verzichten können).

Bye Bye Brisbane

Am Abend gabs dann eine große Farewellparty in der Lisburnstreet, da nicht nur Milena und ich in der darauf folgenden Woche die Stadt verlassen würden, sondern auch Bram und Theo (die beiden holländischen Mitbewohner).
Mein letzter Tag bei SAP war schon an dem Tag zuvor, der dann ausgiebig mit ein par letzten Spielen Tischfußball beendet wurde.
Seit dem 1. Februar haben wir nun Brisbane verlassen und sind erst einmal mit einem Campervan die Eastcoast hoch getingelt. Mehr dazu gibt es dann im nächsten Post. (der hoffentlich nicht wieder so lange auf sich warten lässt)

P.S. Bilder werden nachgeliefert

Christmas and New Year’s Eve

Hallo zusammen im neuen Jahr. Nach zwei Wochen Urlaub melde ich mich hier recht gut erholt zurück. Und die zwei Wochen waren nicht ohne.

Christmas on stradie island

Nachdem wir – trotz des Glaubens vieler dummer Menschen, dass es dazu nicht kommen wird – endlich den 22.12.2012 erreicht haben, hieß es für mich : ENDLICH URLAUB UND AB AUF DIE INSEL. Ich habe mir für die nächsten 3 Nächte ein Zimmer im Hostel auf Stradbroke Island (von den Einheimischen liebevoll “Stradie Island” genannt) gesichert. Die Insel liegt in der Bucht for Brisbane und ist mit Zug+Fähre innerhalb von 1 1/2 Stunden zu erreichen. Obwohl das nicht weit weg von der Stad ist, läuft das Leben hier wesentlich gemütlicher ab (und das spürt man sofort wenn man einen Fuß auf die Insel setzt).

Mein erster Tag hat mich mit wolkigem Wetter begrüßt … egal .. warm war es also gehts an den Strand zum relaxen und Kopf frei bekommen. Den Tag drauf haben sich dann noch Mani und Thomas dazugesellt und wir haben den Tag mit einer kleinen Strandtour und dem “Gorge Walk” verbracht. Der Gorge Walk ist ein ca. 2km langer Boardwalk entlang der atemberaubenden Klippen, Mit einer perfekten Sicht in das tief blaue Wasser des Nord Pazifiks. Normaler weise kann man hier auch alle Arten von Meeresgetier antreffen wie Schildkröten  Delphine oder Mantas. Leider hatten wir kein Glück und haben nur Wellen und Felsen gesehen. War trotzdem schön. Der Rest des Tages wurde dann noch am Strand gebrutzelt und mit dem Versuch, ein SandSnowMan zu bauen verschleudert. Der Versuch ist übrigens tierisch in die Hose gegangen (S. Bilder).

An meinem letzten Tag haben Thomas und ich dann noch eine Seakajaking and Snorkeling tour gebucht. Nach einer kurzen Einweisung durch den ziemlich lässigen Instructor (Zitat: “DO NOT TOUCH ANYTHING … there is enough stuff out there which will kill you”) gings dann auch los. Die Brandung haben wir dann ohne kentern genommen, dafür haben wir uns später einmal gedreht und beim surf an den Strand hat sich unser Boot atemberaubend mit der Spitze voran in den Boden gebohrt. War ein heiden Spaß :D
Am nächsten Tag gings dann auch schon braun gebrannt zurück nach Brisbane zu einem reichhaltigen Christmas Luninner (Mischung aus Lunch und Dinner XD ) und ein paar Tage sammeln für Sydney.

New Year’s eve in Sydney

Am 28. gings dann mit Tiger Airways nach Sydney (ich frag mich jetzt schon wie ich den Flug von Cairns nach Melburn mit der “Beinfreiheit” überleben soll XD ). Dort angekommen gings dann erstmal mit meinen Mitbewohnern (die schon seit einer Woche da waren) mit der Fähre an den Manly Beach zum chillen. Schon am ersten Tag merkt man, dass Sydney ein ganz anderes Kaliber als Brisbane ist. Viel lebendiger. Downside ist der enorm hohe Anteil von Deutschen (hab mich fast wie daheim gefühlt … zu mindestens was die Sprache angeht).

Am Tag drauf gabs dann die touri Stadttour XD. Opernhaus, Sealife, Skytower, Habourbridge. Der Subburb “The Rocks” hat mir am besten gefallen, da hier die alten Hafen Lagerhäuser erhalten wurden und es überall kleine Gassen und Restaurants gibt. Der Rest der Stadt ist sehr “amerikanisch” angehaucht. Sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben.

Der dritte Tag stand im Zeichen der Blue Mountains. Wir sind morgens mit dem Auto losgefahren und haben den “Tourist drive” abgeklappert. Die Aussicht bei den Lookouts war phänomenal und der National park ist wirklich wunder schön. Leider war keine Zeit für eine größere Wanderung. Das steht dann hoffentlich an wenn ich im März nochmal hier bin. Und am nächsten Tag war auch schon New Year’s Eve.

Das Problem mit einer Stadt wie Sydney und einem armen Schlucker wie mir ist, dass man Kompromisse eingehen muss. Wir wollten nicht den ganzen Tag damit verbringen, einen Platz für das Feuerwerk zu besetzten. Wir wollten aber das Feuerwerk sehen aber auch keine 200+ AUD für eine Eintrittskarte Zahlen. Wir haben dann einen Spot etwas außerhalb gefunden mit super sicht auf die Brücke und haben uns da ab halb 4 Mittags häuslich eingerichtet. Nach dem wirklich gigantischen Feuerwerk (Bilder sind Dank Thomas super Cam echt genial geworden) wollten wir dann schnell zurück in die Stadt zum Party machen … leider waren wir nicht die einzigen und so hingen wir eine Stunde oder mehr im Traffic jam fest. Als wir dann letzt endlich in der Stadt angekommen sind war auch schon alles zu oder voll .. .naja … dann eben keine Party mehr und ein 1.Januar ohne Hangover ;D Meinen letzten Tag in Sydney hab ich dann größten Teils im Park in der Sonne verbracht (btw. 1000 Km nach Süden zu reisen macht eine Menge aus … Temperatur technisch. Das war wie ein europäischer Sommer da ^^) Auf meinem Rückflug am nächsten Tag hatte ich dann das glück einen Notausgangsplatz zu ergattern … BEINFREIIIHEEEIIIIT.

So das waren meine zwei Wochen Urlaub in Kurzfassung. Jetzt muss ich noch 3 Wochen arbeiten und dann geht’s mit meiner Kleenen auf Tour WUHUU.

Cheers Steffen

Advent, Advent die Sonne brennt

Da schaut man einmal nicht hin und schon ist wieder Weihnachtszeit … wobei es wirklich schwer ist bei durchschnittlich 30 Grad (am Dienstag soll es dann auf 35 hoch gehen) in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Dafür bin ich die letzten Wochen noch ein bisschen rum gekommen. Ist ja auch schon wieder ein Weilchen her, dass ich mich hier zu Wort gemeldet habe. Zwar hatten wir auch zwei verregnete Wochenenden (Sommer ist hier leider auch Regen und Sturm Saison), aber ein bisschen was gesehen hab ich dann doch … so, wo fange ich am besten an.

Moreton Island

Moreton Island ist eine kleine Insel vor der Küste bei Brisbane. Das ganze Island ist ein Nationalpark und es gibt keine einzige Straße. Wenn man mit dem Aut hin will sollte man das tunlichst mit einem 4 Wheel drive tun. Wir haben uns dann für die “Zu Fuß” Variante entschieden und sind morgens vom Brisbaner Hafen mit der Fähre auf die Insel übergesetzt. Die Fähre schmeißt einen direkt am Strand raus (wie gesagt … keine Straßen) und dann sieht man auch schon das Ergebnis von den wohl unfähigsten Kapitänen der Geschichte … 3 relativ große Wracks ragen nur 100 Meter vor dem Strand aus dem Wasser. Also Suit up und schnorcheln gehts. (Dank Alinas water proof cam gibts auch davon Bilder :D )
Nach dem Schnorcheln gngs dann zu fuß am Strand entlang. Ziel: eine riesig Sanddüne in mitten der Insel, auch bekannt unter dem Namen ”The Desert”. Das ganze erscheint etwas unwirklich da man aus dem Wald kommt und plötzlich vor einer riesigen Sandebene steht.
Aber nicht lang schnacken … Sandboard (oder besser gesagt: gewachste Sperrholzplatten) packen und hinauf gehts. Das hört sich einfach an, ist nach einem 5 Km in der brennenden Hitze aber alles andere als das. Oben angekommen dann erst einmal verschnaufen um sich dann Kopf voran auf dem Board die Düne runter zu schmeißen. Macht echt ne höllen laune (wenn man denn endlich mal Fahrt aufgenommen hat XD … was dank meiner Statur etwas länger gedauert hat als bei den anderen)
Nach dem Spaß gings dann auch schon wieder zurück zur Fähre und ab heim.

 

Cedar Creek

Das Wochenende drauf gings dann an den Cedar Creek. Wenn ihr das googelt dürftet ihr einige Ergebnisse weltweit bekommen. Das ist dem zweiten Teil unserer Gruppe dann zum Verhängnis geworden, nachdem der Fahrer 2 Stunden nach Süden anstatt
nach Norden gefahren ist. Waren wir eben nur zu dritt da. Cedar Creek ist ein kleiner Süßwasser Bachlauf der mitten im Wald kleine Pools gebildet hat. Die perfekte Abkühlung für heiße Tage. So lässt’s sich leben. Schade war nur, dass selbst dieses (bei Touris eher unbekannte) Plätzchen von dummen Graffiti ”Künstlern” heimgesucht wurde … aber hat trotzdem Fun gemacht und ist ein schönes Fleckchen Erde.

 

Speedboat

Nach zwei verregneten und ziemlich stürmischen Wochenenden (europäische Stürme sind nen scheiss dagegen … horizontaler regen gehört hier zum Standard) sind wir dann doch mal wieder raus gegangen. Und auf gings zum Speedboat fahren an der Gold Coast. Nein wir sind nicht selber gefahren sondern waren nur Passagiere. Echt lustige und extremst nasse Sache. Aber da meine alte Cm den geist aufgegeben hat und ich mir nu auch eine Watterproof Cam zugelegt habe gibts auch davon ein paar Bilder :D

 

Bribie Island

Seit einer Woche ist hier so richtig der Sommer eingezogen und was gibts da besseres als am Strand abzuhängen. Aus dem Grund gings gestern dann kurzerhand nach Bribie Island, eine kleine Insel an der Sunshine Coast nördlich von Brisbane. Da es eine Brücke auf die Insel gibt war eine Fährfahrt diesmal unnötig. Nach ein bisschen suchen haben wir dann auch einen klasse Strand gefunden. Das Wasser hatte Badewannentemperatur, keine Quallen oder Haie weit und breit und es gab auch ein Paar schattige Plätzchen um sich vor der brutalen Sonne zu retten (Ich hab es mal endlich geschafft ohne Sonnenbrand davon zu kommen)

 

Jau … das waren so die großen Trips in den letzten Wochen. Ansonsten ist hier alles beim Alten. Arbeiten, und am Wochenende etwas Party machen (inzwischen hab ich hier echt ein paar coole Läden gefunden die auch meinen Geschmack treffen) oder im Pool bei Kumpels rumhängen und ein kühles Bier zischen (hat echt vorteile Leute mit nem Pool zu kennen) Nebenbei dann noch ein bisschen die Zeit nach dem Praktikum planen (Tauchtrip im Grand Barrier Reef ist schon gebucht :D ) Und in 3 Wochen gehts auch schon in die Weihnachtsferien. Freu mich dann ein bisschen aus Brisbane raus zu kommen da es doch alles sehr stark zum Alltag wird momentan.

So das wars erstmal von mir .. mehr gibts dann bald (spätestens wenn ich aus Sydney zurück bin)
Viele grüß ins verschneite und bitter kalte Deutschland (Gott bin ich froh, dass dieses Jahr nicht zu haben :p)

Cheers
Steffen

Halftime … almost

Heute bin ich auf den Tag genau 3 Monate in Australien. D.h. fast Halbzeit ( Praktikum habe ich eine Woche spaeter angefangen ). Meine Billanz:

Land : Gigantisch
Leute: verdammt cool und locker
Fun: aber hallo
Wetter: freakin’ hot (und das war erst der Winter XD )
City: sehr gechillte … I like
Kosten: Verdammt hoch . .aber dafuer auch gute Bezahlung
Der “Ichwillhierbleiben-Faktor” : enorm hoch

Alles in allem wuerde ich das als positiv bewerten ;)

long time no see

Jetzt ist es schon wieder fast einen Monat her dass ich hier was geschrieben habe. Die Zeit vergeht einfach verdammt schnell und die letzten Wochenenden waren vollgepackt. Wo fange ich am besten an … wohl beim ersten Wochenende vor 3 Wochen:

Das stand ganz im Zeichen der Sonne :D . War samstags das erste mal am/im Pazifik. Wir haben einen Tagestrip nach Sufers’ Paradise – wohl einer der bekanntesten Strände an der Gold Coast – gemacht. Das ganze ist mittlerweile seeeehhr touristisch aufgezogen, aber egal … Surfbrett mieten und ab ins Wasser … und dann verdutzt merken, dass das garnicht mal so einfach ist XD. Nach mehreren erfolglosen Surfversuchen hab ich mich dann total erschöpft lieber an den Strand gelegt und mir nen schönen Sonnenbrand eingefangen (der sich aber inzwischen in Bräune verwandelt hat :D ).
Abends ging es dann noch auf Tour in Brisbane und Sonntag war mal wieder Hangover Tag (dieser Ablauf ist inzwischen schon fast zum Standard geworden: Freitag chillen, Samstag ne reisen und abends Party machen, Sonntag ausnüchtern ). Nach dem Aufwachen haben wir uns dann noch nen BBQ für das Haus gekauft. Seitdem is mein Fleischkonsum enorm gestiegen XD.

Unter der Woche gibt es momentan nicht viel neues zu Berichten. In dieser Woche war jedoch die letzte Woche des Brisbane Festivals, also haben wir uns mal noch die Lasershow auf dem Fluss angeschaut. Das war ziemlich cool und beeindruckend, da die Lichter teilweise auf den Hochhäusern installiert waren und eine Wasserwand in der Mitte des Flusses beleuchtet haben.
Tradition am letzten Samstag des Festivals ist das Riverfire: ein riesiges Feuerwerk auf dem Fluss. Damit wir einigermaßen gescheite Plätze dafür haben, sind wir schon Mittags ans Ufer gegangen und haben ein kleines BBQ zur Einstimmung gemacht. Dazu gab es den ganzen Tag Flugeinlagen von Jets und Helikoptern der Airforce. Um 7pm wurde das Feuerwerk dann von zwei Jets eingeleitet die Täuschkörper über der Stadt abgefeuert haben und dann ging es 20 Minuten rund. War echt beeindruckend. Danach ging es dann wieder zurück zum Standard: Feiern, schlafen, Hangover ( und ich habe gemerkt, dass Balineser verdammt viel trinken können XD )

Am letzten Wochenende hat es uns dann nochmal nach Springbroke verschlagen zu einer weiteren Regenwaldtour und ich habe ein weiteres mal gemerkt wie schön es da ist. Auf unserem Weg ist mir dann auch meine erste Schlange in freier Wildbahn über den Weg gelaufen ( ein 2 meter brummer ). Nach der Regenwald tour gings dann noch weiter an die Gold Coast um den Tag am Strand ausklingen zu lassen …. und abends … nunja ihr wisst ja was jetzt kommt ;)

Sodalle das wars erstmal von mir. Ihr seht ich fühl mich pudelwohl hier drüben. Und nur um euch ein bisschen die Nase lang zu machen hier noch ein paar Bilder die so ganz anderes Wetter als in Deutschland zeigen :p Cheers Steffen

 

Two months gone

Gestern auf den Tag genau waren es 2 Monate, dass ich auf dem Gegengewichtskontinent eingeschlagen bin ( jetzt bin ich mal gespannt wer von euch Pratchett liest XD ). Nachdem die ersten Wochen etwas schleppend angelaufen sind bin ich inzwischen voll im australischen Leben angekommen. Hab hier ein paar echt lockere Leute kennen gelernt und auch schon einiges gesehen. Letztes Wochenende haben wir dann mal einen Abstecher nach Dreamworld gemacht, ein Themepark an der Goldcoast. Da hab ich dann auch mein erstes Kängeru gestreichelt XD. War aber doch eher ne Touri-attraktion …aber egaaal ich bin ein Touri ich darf das :D

kangaroo

Ansonsten war der Trip etwas ernüchtern da fast alle coolen Rides geschlossen waren. Aber wir haben uns eh gleich ne Jahreskarte gekauft. War billiger als ne Tageskarte und wir können nochmal hin wenn uns langweilig ist.
Abends gings dann noch in die Downunderbar und somit war das Schicksal für den Sonntag auch besigelt: Auskatern
An sonsten war die letzte Woche etwas stressig. Die Arbeit hat ganz schön geschlaucht und ich bin Abends immer völlig fertig ins Bett gefallen. Da kam mir das Wochenende gerade recht. Etwas chillen und gestern abend dann noch auf den Mount Coot-Ha gefahren. Von da hat man einen gigantischen Blick über ganz Brisbane und nach Sonnenuntergang schaut man auf ein Meer von Lichtern. Und hier habe ich mal wieder das Australische Lebensgefühl gepürt. Selbst das Geschmiere Auf öffentlichen Klos ist hier freundlich (s. Bild :D )

kloschmiererei
mount coot ha

Abends, wie sollte es anderst sei, gings dann mal wieder auf Tour. Zuerst auf ein kleines Sit-in und anschließend mit den Leuten auf Clubingtour. Somit teilte der heutige Tag das Schicksal des letzten Sonntags (ich bin um 5pm das erste mal aufgewacht :D ).

Ansonsten freue ich mich derzeit riesig auf die Reisezeit. Da das Office über Weihnachten geschlossen ist, muss ich meinen kompletten Urlaub zwischen den Jahren nehmen. Im Klaartext … das ist dann die erste Große Reisezeit :D . Über Weihnachten werde ich am Strand von Strandbroke Island liegen und mir die Sonne auf den Bauch brasseln lassen und über Neujahr gehts dann nach Sydney, gebührend das neue Jahr empfangen. Bis dahin werde ich mein Reisefieber mit kleinen Wochenend Trips an de Goldcoast und Sachen in der Brisbaner Umgebung lindern müssen. Aber hier gibt es auch genug zu sehen und zu erleben :D Und nach dem Praktikum gehts dann eh auf große Tour *froi*

Sodalle das wars erstmal von mir.

Cheers
Steffen

Verdammt schönes Fleckchen Erde

Hidiho alle zusammen.

Nach dem Wochenende muss ich mich doch hier mal wieder zu Wort melden und zeigen, dass es mich noch gibt :D

Nachdem der erste Monat ( ich bin hier tatsächlich schon über einen Monat. Die Zeit fliegt doch ganz schön ) eher ruhig verlaufen ist, war ich dieses Wochenende das erste mal auf ner richtigen Tour. Das Ziel: Springbrook National Park. Was soll ich sagen … ein verdammt schönes Fleckchen Erde mit einem dichten subtropischen Wald, Wasserfällen (Duschen inklusive) und super Atmosphäre. Bei der Gelegenheit bin ich dann auch das erstemal auf den australischen Verkehr losgelassen worden. Ergebnis: keine Toten, keine Beulen, nur einmal auf die falsche Spur eingebogen und wohl die trockendste Windschutzscheibe in ganz Queensland (Blinker und Scheibenwischer sind vertauscht XD). Nach einer 14Km Wanderung und 1 1/2 Stunde Heimfahrt bin ich dann total fertig in meinem inzwischen richtig lebendigen Sharedhouse angekommen.

Vor zwei Wochen haben wir hier zwei Neuzugänge aus Holland bekommen und seit dem ist hier richtig was los. Darum gings dann Abends nach ein paar Bierchen auch ab ins Valley, Clubs auschecken. Das war ein faszinierender Abend: ein ganzes Viertel ist voll mit besoffenen Menschen die von Club zu Club tingeln und sich an ewig lange Schlangen anstellen nur um wo rein zu kommen. Wir haben uns an die kürzeste angestellt und haben erstmal paar vergoldete Biere getrunken (10AUD / Bierchen). Dann wollten wir weiterziehen und mussten feststellen, dass man dafür einen Wäschesack mit 20 verschiedenen Outfits dabei haben sollte. An zwei Türen wurden wir abgewiesen weil wir Underdressed waren (ok verstehe ich noch) doch an einer Tür ist mir etwas geschehen, das mir wirklich noch nie passeirt ist: ich war “Overdressed”. Türsteher meinte wir seien nicht Hipster genug angezogen. Wahrscheinlich hat das IPad gefehlt XD.
Fazit vom Abend: War auf jeden Fall lustige Erfahrung aber ich werde mich wohl in Zukunft eher an Pubs und Bars halten … das ist mehr mein Klientel :D

Das war also mein erstes wirklich erlebnisreiches Wochenende in Down Under und ich hoffe es folgen noch mehr. Bin schon fleißig am planen für Trips nach Melbourn und Sydney und auch hier in der Umgebung gibts ein haufen Sachen zu entdecken. Da jetzt auch langsam Frühling ist wirds auch wärmer und man kann sich mal in Richtung Süden wagen.

Sodalle. Das wars erstmal wieder von mir.
Hoffe Deutschland steht noch und ich wünsche euch allen einen schönen Herbstanfang :p
Und hier noch ein paar Bilder

 

3 weeks down under

Nun will ich mich hier doch mal wieder zu Wort melden nachdem jetzt schon die ersten 3 Wochen rum sind (wow das ging doch irgendwie schneller als gedacht). Ich wollte eigentlich schon früher schreiben, aber das folgende Bild ist denke ich eine gute Entschuldigung.

well ... fuck!

Mein Laptop meinte seinen Geist aufgeben zu müssen (und 20 Minuten später folgte dann mein Handy seinem Beispiel). In solchen Momenten bin ich froh etwas technisches Verständnis zu haben. Nun ist wieder alles heile und es kann weiter gehen.

Ich hab inzwischen ein Zimmer gefunden ( eigentlich schon direkt in der ersten Woche), in einem etwas älteren Queenslander in east Brisbane. Für den Anfang passt das erst einmal um keinen Stress zu haben, aber auf dauer werde ich wohl was anderes suchen müssen .
Die Arbeit hat auch schon seit 2 Wochen begonnen und ich muss sagen, es macht höllisch Spaß. Wurde direkt in ein brand neues Projekt eingebunden und kann so zu sagen von Anfang an Einfluss nehmen. Werde hier auch nicht als dummer Praktikant behandelt sondern als vollwertiger Mitarbeiter. Ich lerne jeden Tag ein Haufen neues Zeug dazu und bleib Abends eigentlich immer freiwillig länger um noch mehr in mich aufzusaugen. Die Leute sind auch super locker drauf. Nur das mit dem Englisch sprechen ist auf Arbeit eher zweitrangig, da da 80% deutsche arbeiten (inklusive meines Supervisors XD).

Brisbane selbst gefällt mir auch immer besser. Hab mich an den letzten zwei Wochenenden mal etwas rum getrieben und echt paar schöne Örtchen gefunden (schaut euch die Bilder an). Nur Abends bin ich noch nicht wirklich rum gekommen, da meine Mitbewohner etwas lazy und schnarchig sind (noch ein Grund warum ich ne andere Wohnung suchen will )

So das war’s erstmal von mir. Ich werde mich dann mal ins Bett verkrümeln. Morgen geht’s wieder früh raus (der Alltag hat mich voll erwischt)

Cheers
Steffen